Balance zwischen Nähe und Distanz finden

Viele Menschen tun sich schwer mit Abgrenzung und damit „Nein“ zu sagen. Manche können schwer „Nein“ sagen, weil sie glauben, alle Wünsche erfüllen zu müssen und den Erwartungen von anderen zu entsprechen oder sie haben Angst, dass andere sie ablehnen oder zurückweisen, wenn sie „Nein“ sagen.

Einigen Menschen ist auch die Fähigkeit verloren gegangen, sich gegenüber Menschen der Umgebung abzugrenzen. Sie nehmen viel wahr und spüren intensiv die Gefühle ihres Gegenübers. Ihre eigenen Gefühle vermischen sich damit ständig mit denen des Gegenübers. Sie fühlen sich den Stimmungen und Einflüssen von außen regelrecht ausgeliefert und verlieren sich in den anderen.

Menschen, die sich schwertun, ihre eigenen Grenzen zu spüren und wahrzunehmen, haben meist in der Kindheit eine Missachtung ihrer Grenzen erfahren. Das kann in Form von Gewalt oder Missbrauch in welcher Form auch immer geschehen sein, aber es müssen nicht immer massive Erlebnisse, die Ursache sein.

Damit aber erfüllende Begegnung zwischen Menschen gelingt, braucht es einen guten Ausgleich von sich öffnen und sich abgrenzen. Grenzen sind nicht starr, sondern fließend und wir müssen um unsere eigenen Grenzen wissen, um sie anderen aufzuzeigen, aber auch um diese immer wieder zu überschreiten und auf andere zuzugehen.

Was du tun kannst, wenn du dir schwer tust, dich und deine Grenzen zu spüren?

Lerne vor allem wieder auf die Signale deines Körpers zu hören. Du kennst das sicher, dass manche Begegnungen z.B. ein ungutes Gefühl in der Magengegend auslösen oder wenn an der Kasse im Supermarkt jemand zu dicht hinter uns steht, dass wir uns plötzlich unwohl fühlen. Das alles sind Zeichen sein, dass eine Grenze überschritten wurde.

Das Finden seiner eigenen Grenzen beginnt damit, mit sich selbst und seinem Körper in Beziehung zu sein.

Wenn du die Beziehung zu dir selbst gerne verbessern möchtest, lass dich gerne von mir begleiten und melde dich unter Kontakt bei mir!

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Dr. Elke Sigrid Fuchsbichler, ©2020

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