Gefühle fühlen

Der Weg Abgrenzung zu lernen und seine eigenen Grenzen zu finden, beginnt bei der Beziehung mit sich selbst. 

Immer wieder beobachte ich, dass Menschen verlernt haben, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen oder diese oft gar nicht kennen, weil sie auf sich selbst vergessen oder diese nicht spüren.

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, in der Gefühle wenig Platz haben. Es wird erwartet, dass wir uns anpassen und funktionieren. Gefühle, die sich zeigen, sind nicht gern gesehen.

Es gibt viele Gründe, wieso wir unsere Gefühle nicht spüren wollen. Vielfach haben wir schon früh gelernt, diese irgendwo hinzuschieben, weil sie keinen Platz hatten. Manchen erscheinen unsere Gefühle übermächtig und anstatt sie zu fühlen, unterdrücken wir sie, weil wir glauben, sie so kontrollieren zu können. Das Zeigen von Gefühlen ist auch für einige nach wie vor ein Zeichen von Schwäche oder für manche ist Wut beispielsweise ein Gefühl, dass sie sich selbst nicht erlauben, weil sie Wut bisher nur als destruktive Kraft erfahren haben. 

Der Weg zu sich selbst führt jedoch über das Annehmen all unserer Gefühle. Es gibt keine guten und keine schlechten Gefühle. Das ist nur die Bewertung, die wir ihnen geben oder das, was wir über sie gelernt haben.

Solange wir Gefühle weghaben wollen und versuchen sie mit irgendetwas zu überdecken, werden sie sich immer wieder melden und an die Oberfläche drängen. 

Geben wir unseren Gefühlen aber die Erlaubnis zu sein und können wir sie ohne Bewertung annehmen und fühlen ohne uns in ihnen zu verlieren, dann geschieht Loslassen ganz von selbst.

Je mehr du dich selbst wieder wahrnimmst und mit dir selbst in Beziehung bist, umso mehr beginnst du zu dir zu stehen, deine Grenzen zu spüren und auch zu kommunizieren.

Verbessere deine Beziehung zu dir selbst und finde auch du deine Grenzen! Wenn du nicht weißt wie, ich helfe dir dabei. Melde dich gerne!

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Dr. Elke Sigrid Fuchsbichler, ©2020

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