Sind Grenzen unüberwindbare Mauern?

Manche mögen die Vorstellung haben, dass Grenzen unüberwindbare Mauern sind oder wir uns mit Grenzen von außen komplett abschotten.

Grenzen sind aber vielmehr Portale, die uns erlauben, uns zurückzuziehen und uns zu öffnen. Grenzen sind nicht unüberwindbar, sondern geben uns Sicherheit und Vertrauen in uns selbst, das uns erst ermöglicht, uns anderen zu öffnen oder unsere eigenen Grenzen bewusst zu überschreiten.

Manche Lebensphasen brauchen engere Grenzen und es ist notwenig, dass wir uns zurückziehen, um auf uns selbst und unsere Bedürfnisse zu achten. Erst aus dieser Sicherheit heraus, können wir entscheiden, uns wieder zu öffnen und auf andere zuzugehen.

Finden wir unsere Grenzen, treffen wir bewusste Entscheidungen, wie weit wir uns öffnen oder verschließen. Es ist immer abhängig von der jeweiligen Situation oder auch von der eigenen Tagesverfassung. Gegenüber manchen Menschen ist es notwendig, die Grenze eng zu halten und anderen gegenüber können wir weit aufmachen. 

Beziehung findet dann im gegenseitigen Austausch statt, wenn man bei sich ist und gleichzeitig beim anderen. Bei stark emphatischen Menschen passiert es, dass sie sich in anderen Menschen verlieren, wenn sie zu offen sind. Das führt dazu, dass sie oft gar nicht mehr unterscheiden können, welche Gefühle ihnen gehören und welche nicht und sich damit vollkommen überfordert fühlen. Vielleicht kennst du das?

Je mehr wir mit uns selbst in Berührung sind, desto weniger kann der andere unsere Grenze verletzen. Sind wir mit uns selbst in Kontakt und finden unsere Mitte, passieren sich öffnen und sich schließen automatisch und wir finden Balance.

Was sind deine Erfahrungen mit Grenzen?

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Dr. Elke Sigrid Fuchsbichler, ©2020

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