Empathie und Grenzen

Empathie ist eine Fähigkeit sich in die Gedanken und Gefühle von anderen Menschen hineinzuversetzen. Empathie bedeutet Mitgefühl für seine Mitmenschen zu haben, erfordert aber auch einen konstruktiven Umgang mit belastenden Gefühlen.

Wenn du sehr emphatisch bist, kennst du das vielleicht, dass Menschen, die du oft gar nicht gut kennst, zu dir schnell Vertrauen fassen und dir ihre tiefsten Probleme erzählen, die sie vielleicht noch niemand anderem zuvor anvertraut haben.

Ständig mit den Problemen und Sorgen anderer Menschen konfrontiert zu werden, kann aber rasch zu viel werden. Menschen in helfenden Berufen sehen sich oft damit konfrontiert. 

Ist es für dich schwierig, dich in solchen Situationen abzugrenzen? Vielleicht kennst du solche Tage, an denen von außen sehr viel auf dich einprasselt und du dich am Abend ausgelaugt und erschöpft fühlst und dich manchmal fragst, wo du selbst bleibst?

Was macht Abgrenzen schwierig?

Es kann zahlreiche, verschiedene Gründe geben, warum sich abgrenzen schwer fällt. 

Es kann sein, dass man sich schuldig fühlt, wenn man „Nein“ sagt oder man hat Angst den anderen Menschen zu verlieren oder zu enttäuschen. Es gibt auch Menschen, die ihren eigenen Wert darüber definieren, wie sehr sie von anderen gebraucht werden oder sie halten sich selbst für lieblos, wenn sie jemandem etwas abschlagen.

Diese inneren Widerstände sind oftmals nicht bewusst und es gilt näher hinzusehen, wo die Ursachen liegen und sich dessen bewusst zu werden.

Besonders in bestehenden Beziehungen, ist auch die Wahrscheinlichkeit groß, dass man auf Unverständnis stößt, wenn man plötzlich Grenzen aufzeigt.

Zahlreiche Faktoren spielen hier eine Rolle. 

Für stark emphatische Menschen, die auch die Energien von anderen Menschen sehr stark fühlen und sich im Umfeld von manchen Menschen rasch ausgelaugt fühlen, kann es hilfreich sein, in der Gegenwart dieser Menschen, sich dafür zu entscheiden in der eigenen Energie zu bleiben. Du kannst innerlich „Stop“ sagen, indem du deine Aufmerksamkeit nach innen in deinen Körper lenkst und somit dem anderen energetisch deine Aufmerksamkeit entziehst.

Damit das funktioniert, ist es aber notwendig, die eigenen Bedürfnisse einfühlsam anzuerkennen und sich auch seiner eigenen Grenzen bewusst zu sein. Es braucht Selbstfürsorge und vor allem liebevolles Verständnis für die eigenen Befindlichkeiten.

Man kann anderen nur helfen, wenn man für sich selbst gut sorgt.

Wie sind deine Erfahrungen mit Abgrenzung?

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Dr. Elke Sigrid Fuchsbichler, ©2020

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